Magistratsakten

Die Serie enthält Archivalien, die bis in das 15. Jahrhundert zurückgehen. Die Positionen V.1 bis V.17 enthalten viele Urkunden über Rechtsgeschäfte (Kaufverträge, Verlassenschaftsabhandlungen) zwischen Privaten, dazu kommen Betreffe der bischöflichen Herrschaft im Pustertal und Gadertal (Urbare, Amtsraitungen), des Spitals und der Pfarrkirche (Urbare, Rechnungslegung, Verwaltung einzelner Stiftungen und Benefizien – Söllische, Puelische, Klebelsbergerische Stiftungen etc.). Ab V. 18 (1816) beginnt die eigentliche Reihe der Magistratsakten, die in den späteren Jahrgängen und besonders ab 1848 durch eigene Gestionsprotokolle erschlossen werden (Serie III). Die Akten werden anfänglich noch teils mit, teils ohne Klassifikation (dann in rein nummerischer Reihenfolge) abgelegt, die Methode der klassifikatorischen Ablage festigt sich aber zusehends. Allerdings ändert sich der Aktenplan häufig und umfasst eine variable Anzahl von sieben bis zu einem Maximum von 14 Gruppen (1925). Hauptgruppen sind aber immer (wobei die Reihenfolge wechseln kann) die Betreffe Steuern, Polizei, Kommunales, Militär, Forst, Spital.