Stadtgasse Nr. 65, 65a, 65b, 65c; Tschurtschenthaler-Park Nr. 1, 1a, 3; Graben Nr. 2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f, 2g: Ursulinenkloster

Adresse: Frühere Hausnummern: 129, 130, 132, 60, 61, 62, 75

Grundbuch-Nr.: 87, 88, 89

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt als Eigentümer der Gebäude für 1546 an: Fürstliches Ballhaus oder Niederlage, Caspar von Künigls Haus am Pallplatz (nach altem Brauch ohne Haus Numern), Phillip Lankhmantel Messerschmied, Lienhart Zimmermann (dieser Zeit ohne Haus Numer), Lorenz Rader, Petter Hofstetter Tischler, Christian Grueber, Kloster Neustifts Stadel. Für 1700: Niederlage am Ballplatz, Barhlmä Untergaßmayr, Georg Pertinger, Ruprecht Prunner, Franz Oberhuber Tischler, Hans Preindl Kupferschmied, Peter Seyr Tischler, Kloster Neustifts Stadel. Für 1835: Frauen Ursulinerinnen Kosthaus, Ursulinen Kloster, Frauen Ursulinerinnen Priesterhaus.

Erika Kustatscher schreibt über Leonhard Zimmermann, Bürger zu Bruneck, sein Nachname lasse wohl auf sein Handwerk schließen, er sei 1450 als Zeuge dokumentiert.

Lorenz Rader lasse evtl. ebenfalls auf eine Tätigkeit als Radschmied schließen, er sei zwischen 1542 und mindestens 1550 in Bruneck dokumentiert.

Peter Hofstätter, Sohn Ulrichs und der Anna Jöchl, sei zwischen 1546 und 1549 dokumentiert. Eine Identität mit dem Tischler Peter Hofstätter sei eher unwahrscheinlich.

Christian Gruber sei 1549 in Bruneck dokumentiert.

Mariatheresianischer Kataster: Das löbliche Ursuliner Kloster zu Bruneck besitzt: Das Ballhaus, wo jetzt der Garten liegt. Eine Behausung, die am 7.1.1743 um den Preis von 475 fl. erkauft worden ist. Eine Behausung, die am 11.4.1743 um 475 fl. erkauft worden ist. Die zwei halben Behausungen des Josef Scheiber und des Josef Leitner, die am 26.7. und 25.8.1747 um 380 fl. angekauft worden sind. Die Nöcklerische und Oberhueberische Behausung, die am 26.7.1747 um 555 fl. erkauft worden ist. Die Josef Preindlische Behausung, die am 26.7.1747 um 925 fl. erkauft worden ist. Die zu 1/3 Sießlische und zu 2/3 Anteilen Vöstnerische Behausung, die am 26.7.1747 um 980 fl. für das Frauenkloster angekauft wurde.

1743 beginnt der Maurermeister Jenewein Gasser mit dem Bau des Klosters, nachdem der Bischof den Klosterfrauen das Ballhaus und den Ballplatz geschenkt und noch sechs anliegende Häuser gekauft hatte.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 130, Ursulinen Kloster, Am Graben; Haus Nr. 132, Klosterhaus, Am Graben. Nr. 129, Ursulinen Convent, Kosthaus, Kl[oster]gasse.

Bemerkungen:

Die Kirche des Ursulinenklosters ist denkmalgeschützt und deshalb im Verzeichnis der Baudenkmäler der Autonome Provinz Bozen gelistet.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 128f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 230f.