Stadtgasse Nr. 63, Universitätsplatz Nr. 1

Stadtbibliothek 3

Adresse: Frühere Hausnummern: 115, 62, 63

Grundbuch-Nr.: 91/1

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 und 1700 an: Kloster Neustifts Amtshaus; für 1835: Kais. Aerar Sitz des Rentamtes (Nr. 62). für Nr. 61 (1835) gibt er als Eigentümer Kloster Neustift an, "vorzeiten im Amtsgericht zum Hohenzorn genannt". 1835 scheint als Eigentümer der Zimmermeister Anton Kaufmann auf.

Mariatheresianischer Kataster: Das löbliche Herren Collegium zu Neustift besitzt zwei zusammengebaute Behausungen.

Das ehemalige Amtshaus des Klosters Neustift gehörte noch 1787 dem Kloster. Danach wurde es verschiedenen Zwecken zugeführt. 1835 war das Gebäude im Besitz des k.k. Rentamtes, 1857 wurde es durch die Stadt Bruneck angekauft. Es war Kaserne, Wohngebäude und Werkstätte des städtischen E-Werkes, bevor es Stadtbibliothek und Sitz des Realgymnasiums und zuletzt Sitz der Freien Universität Bozen wurde.

Im Grundbuch ist das Gebäude als "Altes Magistrat" bezeichnet. Am Tor ist das Wappen des Klosters Neustift angebracht mit der Inschrift: Vivat faelix Novacella HP. NP. 1547 (Es lebe das glückliche Neustift, Hieronymus Pisendorfer, Propst von Neustift 1547).

Einquartierungsliste 1886: Nr. 115, Magistratshaus altes, Stadtgasse.

Bemerkungen:

Das Gebäude ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen).

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 130.

Hubert Stemberger, Die ältesten Häuser der Stadt: Stadtgasse und Oberragen, in: Pustertaler Zeitung, 2. Jg. (1990), Nr. 9, S. 17.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 230f.