Die Erinnerungstafel an der Ursulinenkirche

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Foto: © Stadtarchiv Bruneck

Im November 1500 machte Maximilian I., römisch-deutscher König und Erzherzog von Österreich, während einer Reise auch in Bruneck Station. Er hielt sich gemeinsam mit seiner Frau Bianca Maria Sforza und dem Fürstbischof von Brixen eine Woche in der Stadt auf, wo er der „Neukirche“, der heutigen Ursulinenkirche, „eine Krone und ein Gehänge vom Orden des goldenen Fließes, von vergoldeten Silber, mit Perlen und Edelsteinen besezt“, vermachte. Darüber berichtet Johann Nepomuk Tinkhauser in seinen „Geschichtlichen Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung“ (1834).

Die Gedenktafel an der heutigen Ursulinenkirche erinnert an dieses Ereignis. Die Inschrift lautet: „IMPERATOR C(aesar) D(ivus) MAXIMILIANUS I. P(ius) F(elix) HIC ULTIMIS DIES NOV(embris) A(nno) D(omini) MD MORATUS CATENAM ORDINIS AUREI VELLERIS CIVITATI BRUNEGGENSI MUNUS DEDIT.“
Übersetzt: „Der göttliche, fromme und glückliche Kaiser Maximilian I., der sich hier in den letzten Tagen des November im Jahr 1500 aufhielt, hat der Stadt Bruneck eine Kette des Ordens des Goldenen Vlieses zum Geschenk gemacht.“

Die Gedenktafel wurde vom Verein für Kultur und Heimatpflege gestiftet und im Beisein von Dr. Otto von Habsburg im Jahr 2000 enthüllt („Ex dono Societatis ad Culturam et Patriam Colendam a Dr. Otto von Habsburg a.d. MM develata“).