Einladung zum Vortrag / Invito alla conferenza
Eine Strafe für zu schnelles Reiten
Dass das Überschreiten zugelassener Höchstgeschwindigkeiten keineswegs eine Erscheinung des Automobilzeitalters ist, zeigt dieses Dokument aus dem Stadtarchiv: Am 14. August 1821 bestätigte das k.k. Landgericht Bruneck die Zahlung einer Strafe, die Kaspar Peintner, vulgo Helischem Kaspar, auferlegt worden war. Er hatte „durch schnelles Reiten auf daigen Markt“ eine „schwere Polizeyübertrettung“ begangen und war deshalb zur Zahlung von 33 Gulden und 20 Kreuzern Reichswährung verurteilt worden. Das Geld kassierte der städtische Armenfond (vertreten durch dessen Verwalter Peter Mayr) und kam somit einem sozialen Zweck zugute.
Das Dokument liegt als Original im Stadtarchiv, der Reiter auf dem Marktplatz ist ein KI-generiertes Werk zur Illustration.
Das Hochwasser im August 1966 von Andreas Oberhofer
Im August 1966 kam es in der Folge starker Regenfälle zu einem bemerkenswerten Hochwasserereignis in Südtirol. Die Raiffeisenkasse Welsberg widmete dieser Katastrophe im Jahr 2016 eine Ausstellung. Im Zeitgeschichtlichen Archiv für AV-Medien des Amtes für Film und Medien der Autonomen Provinz Bozen — Südtirol wird ein 8‑mm-Film verwahrt, der die Auswirkungen des Unwetters auf den Ort Welschnofen zeigt.
Das Stadtarchiv sammelt!
Das Stadtarchiv dokumentiert nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart. Wir sammeln laufend Flugblätter, Werbe- und Informationsschriften sowie Plakate und andere Gebrauchsdrucke aus Bruneck.
Jede/r kann mitmachen und gesammeltes Werbe- oder Informationsmaterial im Stadtarchiv oder einfach an der Theke der Stadtbibliothek abgeben.
Reise nach Jerusalem von Andreas Oberhofer

Umschlag des 1853 erschienenen Büchleins bzw. der Neuauflage durch den Verband der Krippenfreunde Südtirols, Ortsgruppe Bruneck, im Juni 1988 (dipdruck Bruneck). Stadtarchiv Bruneck, Nachlass Hubert Stemberger, Buch Nr. 303.
In den Jahren 1850/51 unternahm der Brunecker Bäckermeister Johann Georg Hilber (1811–1863) gemeinsam mit Josef Taferner aus Pfalzen eine Pilgerreise in das Heilige Land, die ihm den Übernamen “Jerusalembäck” einbrachte. Am 17. November 1850 brachen die Reisenden in Bruneck auf und kamen am 13. Mai 1851 zurück, nachdem sie die Weihnachts- und Osterzeit mit den wichtigsten christlichen Feierlichkeiten des Kirchenjahres an den historischen Orten in Palästina erlebt hatten. Seine Eindrücke legte Hilber in einem detaillierten Reisebericht nieder, der eine interessante Quelle über die Pilgerfahrt darstellt. Die Schrift wurde 1853 als Büchlein mit dem Titel “Pilgerreise in das Heilige Land” von Johann Georg Mahl in Bruneck gedruckt.
Nach seiner Rückkehr baute Hilber eine große Krippe und bemühte sich, die in der Bibel genannten Stätten des Lebens Jesu geographisch getreu nachzubilden; den Großteil der Figuren schnitzte er selbst. Mit 2,70 Metern Länge und 1,50 Metern Tiefe füllte die aus Wurzelstöcken und Rinden zusammengebaute Krippe fast ein ganzes Zimmer aus und war bis zu einem Umbau im Gasthaus Krone im Oberragen aufgestellt. Weiterlesen









