Graben Nr. 22, Florianigasse Nr. 2: Schlipfwirt, zur goldenen Traube

Florianitor und "Schlipfwirt" 2017. Foto: Renardo la vulpo (CC0 1.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 82, 83, 143

Grundbuch-Nr.: 110, 111

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 an: Foreggers Haus. Für 1700: Joseph Pichler als Eigentümer, für 1835: Peter Hilber Schlipfwirth.

Mariatheresianischer Kataster: Michl Hilber besitzt eine Behausung beim Stadttor.

1807 übernimmt Michael Hilber, Hafnergeselle in Bruneck, das väterliche Erbe. 1810 kauft ihm sein Bruder Peter das Haus samt Garten ab und 1841 kauft er als "Schlipfwirt" in Bruneck auch den sogenannten Schlipfturm. 1858 aber verkauft er die Behausung samt Turm an die Geschwister Peter (Bräumeister des Adlerwirts in Bruneck) und Katharina Neumair aus Stegen, welche das Besitzrecht an Peter Felder weiterverkaufen (1861).

Peter, Sohn des Peter Felder, verkauft sein Besitzrecht an Ruppert Steger, Wachszieher und Lebzelter in Bruneck, weiter, und dieser verkauft das Baumwirtshaus samt Stadtturm und Garten an Georg Krapf, Hutermeister in Bruneck. Krapf wiederum verkauft an Anton Terrabona das Baumwirtshaus "Zur goldenen Traube" (1875).

Einquartierungsliste 1886: Nr. 143, Terrabona Anton, Schlipfwirth, Florianigasse.

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 341-343.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 230f.