Oberragen Nr. 27

Foto: Renardo la vulpo, 2017 (CC0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 25, 131, 135

Grundbuch-Nr.: 172

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 als Eigentümer an: Michl Winkler, Handelsmann; für 1567 Hans Zächer Gärber; für 1700 Freyherr Anton von Sternbach; für 1835: Baronin Creszentia von Sternbach.

Erika Kustatscher schreibt über Michael Winkler, 1532 wäre ihm das Inkolat der Stadt verliehen worden, bis 1536 wäre er dreimal als Teilnehmer an einer Sitzung des um die Gemeinde erweiterten Brunecker Stadtrates greifbar.

Mariatheresianischer Kataster: Frl. Baronessa von Sternbach besitzt eine Behausung und eine Pfister oder Secht sowie einen Garten hinter dem Haus.

Nach dem Tod der Margareth Freiin von Sternbach 1793 erbt der Baron Josef Alexander von Sternbach. Dieser stirbt 1830 und das Haus im Oberdorf geht an die Tochter Kreszenz von Sternbach. Kreszenz Freiin von Sternbach verkauft die sogenannte Ölackrische Behausung mit Waschküche und Garten an Amalia von Zieglauer (1842), und nach deren Tod 1883 übernimmt der Bruder Johann von Zieglauer, Stadtapotheker in Bruneck (vgl. Stadtgasse Nr. 43), die Realitäten.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 25, von Zieglauer Amalia, Raggengasse.

Nach dem Tod des Johann von Zieglauer erbt sein Sohn Eduard, Dekan in Lienz, die sogenannte Ölackerische Behausung, und nach dessen Tod 1900 geht sein Nachlass an die drei Geschwiester über.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 268-270.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.