Oberragen Nr. 21, 21a

Foto: Alletto, 2013 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 28, 128, 132

Grundbuch-Nr.: 168

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 als Eigentümer an: Hans Lechner, Gärber; für 1700: Barthlmä Santer, Binder; für 1835: Franz Kerer, Gärber.

Erika Kustatscher schreibt über Johann Lechner, er sei zwischen 1534 und 1544 in Bruneck dokumentiert und war im Oberragen ansässig. Seine wirtschaftliche Grundlage bildete das Gerberhandwerk, nach welchem er mitunter auch benannt wurde. In den Amtsjahren 1537/38 und 1542/43 war er jeweils einer der Viertelmeister.

Mariatheresianischer Kataster: Benedikt Santer, Maler, besitzt eine Behausung und einen Garten hinter dem Haus.

1785 stirbt Benedikt Santer, der die Behausung 1733 von seinem Vater Peter geerbt hat, und sein Enkel Jakob kauft von den Gläubigern des Vaters Jakob den Nachlass des Großvaters. 1789 verkauft Jakob, Bürger und Bildhauer in Bruneck, sein Besitzrecht an Mathes Zecher, Metzgerknecht bei Franz Hofer in Bruneck.  Dessen Kinder geben ihr Besitzrecht an Franz Kehrer, Rotgärber in Bruneck, weiter, beim Brand 1836 wird das Dach abgebrochen.

Bau und Brandwehr-Ordnung für die k.k. Kreisstadt Bruneck 1838: Franz Kehrer.

1844 stirbt Franz Kehrer als Rotgärbermeister in Bruneck und sein Sohn Franz übernimmt den väterlichen Nachlass. Dieser stirbt 1877, und der Besitz geht an den Sohn Johann über.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 28, Kerer Johann, Rotgärber, Raggengasse.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 261f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.