Oberragen Nr. 1; Tielt-Promenade Nr. 5

Adresse: Frühere Hausnummern: 48, 115, 118

Grundbuch-Nr.: 148

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser  gibt für 1546 an: "Noch nicht erbaut"; für 1700 als Eigentümer: Abraham Semblrockh Kessler; für 1835: Josef Sinner, Kupferschmied von Antholz.

Mariatheresianischer Kataster: Josef Planer besitzt eine Behausung samt Kößlerwerkstatt und einen Garten.

1782 verkauft Josef Planer, bürgerlicher Kößlermeister in Bruneck, sein Besitzrecht an Michael Plaickner, Kößlergesellen von Vintl. Nach dessen Tod als Inwohner und Kößlermeister in Bruneck erben dessen Kinder den Nachlass samt Behausung, Neubau, Kößlerwerkstatt und Kößlergerechtigkeit. Diese aber verkaufen die Liegenschaften 1818 an Josef Sinner aus Antholz.

Sinner verkauft sein Besitzrecht 1838 an Josef Mairvongroßstein, Harresakrer von Stefansdorf, weiter, die Gerechtsame aber wird auf das Steinerhaus (Oberragen Nr. 14, 16) übertragen.

Bau und Brandwehr-Ordnung für die k.k. Kreisstadt Bruneck 1838: Joseph Mair zu Grastein (Nr. 118).

Mairvongroßstein verkauft an Peter Frisch von Uttenheim weiter, danach übernimmt Josef Primus, Drechsler in Bruneck, die Behausung aus dessen Konkursmasse. 1864 verkauft Primus das Besitzrecht an Georg Lindner, und dieser verkauft an Michael Käufl, Fleischhauer in Bruneck, der das Besitzrecht an seine Gattin weitergibt.

1870 verkauft Nothburga Holzmann verehelichte Käufl ihr Besitzrecht an Johann Todtenmoser, und dieser überlässt es 1882 an seine Gattin Maria geborene Knoll. Nach dessen Tod übernimmt der Neffe Peter Hartmair, Schuhmacher in Bruneck, das Haus.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 48, Knoll Maria, verehelichte Todtenmoser, Raggengasse.

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 225-228.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.