Oberragen [ad Nr. 8, heute ohne eigene Nummer]

Adresse: Frühere Hausnummer: 42

Grundbuch-Nr.: 24

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt als Eigentümer an: für 1546 Pernhart Khesler, danach das Kempterische Benefizium; für 1700 Herrn von Wenzl, für 1835 den Bortenwirker Leopold Unterweger.

Erika Kustatscher schreibt zu Bernhard Kessler, sein Nachnahme lasse wohl auf das Handwerk des Kupferschmiedes schließen. 1540 sei er "zu Bruneck" dokumentiert, um 1549 habe er das Bürgerrecht erhalten.

Mariatheresianischer Kataster: Maria Rosa geborene Pachlechner besitzt eine Behausung und einen Garten und noch einen Kräutlgarten.

1792 verkauft Anna geborene Bachlechner verwitwete Stocker bzw. Nocker (unsichere Lesung durch A. Sitzmann) das ehemalige Kempterische Benefiziatenhaus an Simon Mayrginter, Portenwirker in Bruneck. Dieser stirbt 1830 und seine Witwe Kreszenz Mayrginter geborene Gramayser übernimmt den Nachlass, verkauft ihn aber 1832 an Leopold Unterweger, Posamentierer in Bruneck. 1853 ersteigert Karl Neuhauser, Glasermeister in Bruneck, die Realitäten, und verkauft sie 1871 an die Eheleute Franz Mayr und Nothburga geborene Auer.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 42, Mair Franz u. Nothburg Auer, Raggengasse.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 315-317.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 228f.