Stadtgasse Nr. 13, Gross-Gerau-Promenade Nr. 10: Paradeishaus

Foto: Alletto, 2012 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 61, 108

Grundbuch-Nr.: 139

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Harniz Schuster im Paradeiß als Eigentümer an: "Das Haus zur Porth genannt, im Amtsgericht". Für 1700 nennt Tinkhauser den Weber Jörg Beikircher, für 1835 Anna Beikircherin.

Im "Pusterthaler Boten" vom 24. Dezember 1874 (Extra-Beilage S. 1) vermutet Johann Georg Mahl (?), dass an der Stelle des sogenannten Paradeishauses ursprünglich ein Stadttor war, "welches der Haupteingang und Einfahrt in das Städtchen war. Von hieraus überbrückte dortmals die große eingedachte Stadtbrücke, in der Richtung unter dem gegenwärtigen städtischen Schlachtbankgebäude auslaufend, die Rienz."

Mariatheresianischer Kataster: Martin Schiner und Anna Lackner besitzen zwei halbe Behausungen.

1790 wird Anna Lackner Alleineigentümerin der Behausung "zu Port" bzw. "Paradeis". Sie verkauft 1819 ihr Besitzrecht an Sebastian Schönhuber, Weber in Bruneck. Dieser verkauft 1824 an Josef Plankensteiner weiter und 1853 kauft Peter Plankensteiner das Alleineigentumsrecht, nachdem es nach Rosina Plankensteiner mehrere Teilhaber gegeben hat. 1857 verkauft Peter seinem Bruder Josef Plankensteiner das Paradeishäusl, und nach dessen Tod erbt 1883 die Tochter Maria. Diese verkauft an Johann Messner von St. Lorenzen, und nach dessen Tod erben 1898 die Kinder Maria, Johann und Karl.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 61, Plankensteiner Maria, Paradeis, Stadtgasse.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 208-210.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.