Stadtgasse Nr. 26, 26a, Raingasse Nr. 51

Konditorei Haus Nr. 110

Aus: Johann Georg Mahl, Bruneck und seine Umgebung: Ein Wegweiser durch die Stadt und in die nähere und weitere Umgebung für Fremde und Einheimische, Bruneck 1888.

Stadtgasse 26. Foto: Alletto, 2012 (CC BY-SA 3.0).

Konditorei Haus Nr. 110_2

Aus: Johann Georg Mahl, Bruneck und seine Umgebung: Ein Wegweiser durch die Stadt und in die nähere und weitere Umgebung für Fremde und Einheimische, Bruneck 1888.

Adresse: Frühere Hausnummern: 76, 30

Grundbuch-Nr.: 44

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 als Eigentümer an: Wolfgang Gebestorfers Wirths Erben; für 1613 Eustachius Aßmayr Schneider; für 1700 Carl Steger Schneider; für 1835 Joseph Ettel Spezereyhändler.

Erika Kustatscher schreibt über Wolfgang Gebisdorfer, er sei zwischen 1509 und 1534 dokumentiert, 1524 habe er einmalig als Bürger zu Bruneck gesiegelt. Seine wirtschaftliche Grundlage bildete der Besitz von Brixner Hochstiftslehen und anderer Liegenschaften im Raum Bruneck. 1534-1535 war er Pflegverwalter zu St. Michelsburg.

Mariatheresianischer Kataster: Felix Eppacher und Johann Hartmann Salcher besitzen miteinander eine Behausung und ein Gartl hinter dem Haus.

1830 kauft Maria Salcher, Ehewirtin des Lukas Steiner, Handelsmann zu Bruneck, von ihrem Vater Hartmann das Haus, das bereits 1817 von Maria Maroner Wwe. Ettl ersteigert wird. Die Rechte werden ihrem Sohn Josef Ettl, Handelsmann in Bruneck, überlassen. Im Haus ist ein Handelsgewölbe, in dem mit Spezerei- und Materialwaren gehandelt wird.

Josef Ettl stirbt 1849, das Geschäft übernimmt sein Sohn Franz.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 76, Ettel Franz, Handlung, Stadtgasse.

Franz Ettl stirbt 1888 ledigen Standes, das Haus geht an seine Tante Rosina Thaler, Private in Innichen, die es wiederum an die Eheleute Karl Mahl, Konditor, und Angelina geb. Schileo verkauft.

Bemerkungen:

Das Gebäude ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 38-39.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 228f.