Stadtgasse Nr. 38, 38a, Raingasse Nr. 39

Adresse: Frühere Hausnummern: 88, 37

Grundbuch-Nr.: 51

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Severus Schuster als Eigentümer an ("Nachmals Jakob Puel"); für 1700 den Seiler Hanns Berger, für 1835 den Sattler Isack Kerschbaumer.

Erika Kustatscher erwähnt einen Severus Perkhofer, der mit "Severus Schuster" ident sein könnte. Er sei aus Niederdorf nach Brixen zugewandert und habe dort 1545 das Inkolat erhalten.

Mariatheresianischer Kataster: Josef Glück besitzt eine Behausung, einen Garten hinter dem Haus und einen Garten im Zwinger; seine Ehewirtin Maria geborene Rauchpichler ist Mitbesitzerin.

Nach dem Tod von Josef Glück, Inwohner in Bruneck, verkaufen die Erben das Haus an die Eheleute Georg Wörz und Elisabeth geborene Schwaighofer. Als Georg Wörz, Bäckermeister in Bruneck, 1809 stirbt, verkauft die Witwe ihr Eigentumsrecht an Maria Mayr, verheiratet mit Isak Kerschbaumer, Sattler in Bruneck. Nach ihrem Tod 1843 übernimmt der Sohn Franz die Realitäten. Dieser, Sattlermeister in Bruneck, stirbt 1863, die Erben (= Kinder) überlassen ihre Besitzrechte der Aloisia Kerschbaumer, die mit dem Brunecker Metzgermeister Oberhofer verheiratet ist.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 88, Kerschbaumer Franz Erben, Stadtgasse.

Aloisia Kerschbaumer verkauft ihr Besitzrecht 1889 an Jakob Mascher, Schuhmachermeister in Bruneck.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 56-58.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 228f.