Stadtgasse Nr. 41a

Adresse: Frühere Hausnummern: 90 1/2, 91, 93

Grundbuch-Nr.: 123

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 den Wirt Oswald Sell als Eigentümer an; für 1700 nennt er den Adlerwirth und Handelsmann Georg Mutz, für 1835 Joseph Frischs Adlerwirts Erben.

Erika Kustatscher schreibt über Oswald Söll, Sohn des Jakob und der Agnes Hofstätter, er sei zwischen 1508 und 1544 als Bürger in Bruneck dokumentiert, wo er im im dritten Stadtviertel ansässig war. Er starb vor dem 1. Juli 1545. Oswalds wirtschaftliche Grundlage bildete der Ertrag von Liegenschaften und Renten, vereinzelte Notizen lassen außerdem an eine Handelstätigkeit denken. Zwischen 1531 und 1544 war er mehrmals ordentliches Mitglied des Stadtrates.

Mariatheresianischer Kataster: Johann von Mayrhofer besitzt die Puelische Brandstatt, die zu einem Kornkasten erbaut worden ist.

1791 scheinen die Mayrhoferischen Erben als Besitzer auf. 1826 übergibt Barthlmä von Hebenstreit alle Güter dem Sohn Benedikt und dieser überlässt die Puelische Brandstatt im selben Jahr seiner Schwester Josefa Hueber geborene von Hebenstreit in Dietenheim. 1838 verkauft Mathias Hinteregger die Puelische Brandstatt, auf welcher nun ein Wohnhaus errichtet ist, an Margareth Grünbacher von Ellen.

Bau und Brandwehr-Ordnung für die k.k. Kreisstadt Bruneck 1838: Margareth Grünbacher.

Diese vertauscht die Behausung an Peter Weger, Weber in Bruneck, gegen das Häuschen Nr. 59 1/2.

Peter Weger, Florwirker, verkauft sein Besitzrecht 1846 an Jakob Schrafl, Uhrmacher in Bruneck, weiter, und dieser wiederum verkauft 1855 an Johann Tinkhauser, Handelsmann in Bruneck. 1887 verkauft Tinkhauser an Franziska Hellweger.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 157f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.