Stadtgasse Nr. 72, Raingasse Nr. 7

Adresse: Frühere Hausnummern: 119, 54

Grundbuch-Nr.: 79

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt als Eigentümer für 1546 den Schmied Caspar Ürnberger an; für 1700 den Schmied Mathias Planer; für 1835 den Zimmermann Georg Todtenmoßer.

Erika Kustatscher schreibt über Kaspar Irnberger, er sei zwischen 1544 und mindestens 1550 in Bruneck dokumentiert, wo er im zweiten Stadtviertel ansässig war. Er war im Handwerk des Schmiedes tätig, vereinzelt wurde er danach auch benannt. Im Amtsjahr 1543/44 ist er als einer der Viertelmeister in einem kommunalen Amt bezeugt.

Mariatheresianischer Kataster: Leonhart Mößner und Paul Kaldögger besitzen eine Behausung und ein Gartl hinter dem Haus.

Erste Hälfte/unterer Teil: 1789 stirbt Leonhart Mößner, Inwohner in Bruneck, der die halbe Behausung vom Schneidermeister Veit Niederkofler 1749 erworben hat. Die Tochter Maria übernimmt die väterlichen Realitäten und verkauft ihr Besitzrecht 1818 an Josef Stainer in Bruneck. Dieser verkauft sein Besitzrecht 1821 an seine Mutter Anna Wwe. Stainer geborene Seyr, die es wiederum 1822 an Georg Ohlander und Helene Mayr weiterverkauft. 1829 stirbt Georg Ohlander als Inwohner und das Besitzrecht geht zunächst an die Witwe, 1850 an den Sohn Johann über. 1857 versteigert dieser die untere halbe Behausung samt ¾ Hauslauben und Georg Einakerer ersteigert die Liegenschaft.

1859 verkauft dieser sein Besitzrecht an Nikolaus Schneider von Oberwielenbach, Viktualienhändler in Bruneck, und Ursula Huber von Reischach. Nikolaus Schneider stirbt 1865; die Witwe Ursula Schneider geborene Huber übernimmt den Nachlass und wird somit Alleinbesitzerin der halben Behausung, die sie 1885 ihrem Sohn Nikolaus Schneider, Brauergehilfe in Bruneck, überlässt. Nikolaus stirbt 1887, sein Nachlass wird den beiden Töchtern Franziska und Aloisia eingeantwortet.

Zweite Hälfte/oberer Teil: 1792 stirbt Paul Kaldögger und seine Schwester Walburg Kaldögger, verheiratet mit Veit Todtenmoser, übernimmt den Nachlass. 1799 geht Walburgas Besitzrecht auf den Sohn Nikolaus Todtenmoser über. Nach dessen Tod als Zimmermann in Bruneck erbt sein Sohn Johann Todtenmoser die halbe Behausung, die nach seinem Tod als Zimmermann an seinen Sohn Josef fällt.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 119, a. Todtenmoser Josef, b. Schneider Ursula geborene Huber, Stadtgasse.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 103-106.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 230f.