Stadtgasse Nr. 8b, Raingasse Nr. 69

Adresse: Frühere Hausnummern: 58, 21

Grundbuch-Nr.: 34

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Christian Kern, Bäcker, als Eigentümer an; für 1777 "mein Vater Joseph Tinkhauser"; für 1700 Sebastian Mayrginter, Sattler; für 1835: Johann Primus, Schuhmacher.

Erika Kustatscher schreibt über Christian Kern, Sohn des Paul, er sei zwischen 1513 und mindestens 1550, seit 1528 als Bürger zu Bruneck dokumentiert.

Mariatheresianischer Kataster: Josef Tinkhauser, Bürger und Seilermeister, besitzt eine halbe Behausung und ein Gärtl im Zwinger. Jennewein Primus besitzt die andere halbe Behausung und ein Gärtl hinter dem Hause.

Erste Hälfte: Nach dem Tod des Josef Tinkhauser bekommt der Sohn Georg die halbe (untere) Behausung. 1806 vertauscht er diese an Josef Holzfeind, Hafnermeister in Bruneck, gegen die Behausung Nr. 19 samt Garten und Sechtkessel. Josef Holzfeind verkauft 1810 an Anton Kaufmann die halbe Behausung. Dieser, Zimmerermeister in Bruneck, verkauft an Johann Primus, Schuhmachermeister, die untere halbe Behausung.

Zweite Hälfte: 1783 übergibt Jennewein Primus seinem Sohn Jakob die halbe Behausung. Dessen Sohn Johann, Schuster in Bruneck, kauft von seinem Vater die obere halbe Behausung 1810. 1834 kauft Johann Primus auch die untere halbe Behausung (siehe oben) und wird Alleinbesitzer des Hauses.

1845 verkauft Johann Primus, Büchsenmacher in Bruneck, seinem Sohn Anton, Glasermeister in Bruneck, die Behausung. Anton verkauft 1861 an die Eheleute Josef Mayr von Niederdorf und Anna geb. Hilber die Realitäten. 1875 stirbt Josef Mair, Barbier und Hausbesitzer, sein Sohn Leo erbt den Nachlass.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 58, Mair Leo, Barbier, Stadtgasse.

1898 verkauft Leo Mair, Rasierer und Hausbesitzer, die Behausung an Johann Fauster.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 15-17.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 228f.