Stuckstraße Nr. 8

Adresse: Frühere Hausnummern: 155, 156, 168

Grundbuch-Nr.: 227/2

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser verzeichnet für 1546 als Besitzer: Augustin Freydank Bäcker.

Erika Kustatscher schreibt, Augustin Freidank sei zwischen 1531 und 1539 mit der hinsichtlich seines Rechtsstatus unscharfen Angabe 'zu Bruneck' dokumentiert. Bis 1539 wurde er überwiegend nach seinem Handwerk, dem des Müllers, benannt, seither begegne er als Augustin 'Peck'. Er wohnte in Oberragen, wo er 1540/41 als Viertelmeister bezeugt sei. Im November 1535 wurde er als Müller im Brunecker Spital aufgenommen.

Für 1613 gibt Tinkhauser Melchior Dinkhauser, Wirth, an; für 1700 "Fürstliches Zollhaus", und für 1835: "Kais. Kön. Aerarium".

Mariatheresianischer Kataster: Das fürstbischöfliche Zollhaus

Im Grundbuch wird zwischen zwei Teilen unterschieden. Der erste Teil (Keller) wird aufgrund "unvordenklichen Besitzes" dem Bürgerspitalfonds Bruneck zugeordnet. Der zweite Teil (1. und 2. Stock) wird aufgrund "unvordenklichen Besitzes" der fürstbischöflichen Mensa in Brixen einverleibt.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 168, fürstbischöfliche Mensa, Spitalgasse.

1939 kauft die Gemeinde Bruneck beide Teile an, und 1954 werden sie durch die "Telve" (Società Telefonica delle Venezie) erworben.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 375.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 234f.