Wiesenweg Nr. 5: Mair am Graben

 

Adresse: Frühere Hausnummern: 18, 22.

Frühere Namen:

Es handelt sich hier um einen alten Brixnerischen bischöflichen Küchenmaierhof, der als solcher vor dem Jahr 1091 gekauft wurde.

1431 begegnet Niklas Mayr am Graben, 1481 verleiht Kaiser Friedrich an Hans Piffrader ein Wappen für seine Verdienste. 1571 scheint Balthasar Mairamgraben als Bürge auf. 1593 wird Peter Mairamgraben in einem Urbar erwähnt und 1607 ist Wolfgang Mitterhofer Inhaber des Mairamgrabenhofes. 1641 sitzt Bartlmä Piffrader auf dem Hof, danach sein Sohn Bartlmä, und später (1699) Hans Piffrader.

1714 wird das Wappen des Josef Piffrader bestätigt. 1742 kauft Peter Piffrader, Mayr am Graben, von Georg Hinterstainer das Baurecht der Hab und Gut Hinterstainer, genannt "bei dem Burger".

1784 scheint Jakob Piffrader Mairamgraben auf, bevor die Piffrader den Hof nach 1848 verlassen. Von 1880 bis ca. 1900 sind die Hauninger auf dem Hof, danach ein gewisser Passler von Percha als Pächter.

Erklärung:

Wie alle Mair-Höfe (man verwende die mundartl. Lautform Moar) hatte auch der Moar die Aufgabe, die Abgaben der Bauern für die Grundherrschaft des Hochstiftes Brixen einzusammeln. Der Name geht zurück auf die Bezeichnung majordomus (Gutsverwalter) der mittelalterlichen Kanzleisprache. Die Mair-Höfe waren steuerfrei.

Bemerkungen:

Das Wohnhaus des ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen).

Literatur:

Paul Kofler/Hans Grießmair/Gunther Waibl, Dietenheim. Höfe, Ansitze, Museum, Dietenheim 1981, S. 112f.