Amaten Nr. 24: Unterhaidacher

Frühere Namen:

1305 scheint Berchtold der Haidacher auf, 1376 verkauft Alhait, die Walcherin von Bruneck, die Hälfte des Haidachs. 1431 begegnet uns Lienhart der Hayder, 1558 finden wir Jörg und Stoffel Hidacher vor, 1560 Ulrich Niederhaidacher, 1591 Lorenz Haidacher. 1610 ist Adam Rauch Niederhaidacher und 1632 sind Georg und Gregor die Haidacher. 1681 ist Michl und 1693 Gall Haidacher verbürgt.

1732 ist Peter Haidacher Niederhaidacher ob Dietenheim, der das Gut 1746 an die Tochter Ursula Haidacher und deren Mann Mathes Mayr auf Nock übergibt. Diese übergeben es 1763 an den Schwager bzw. Bruder Josef Haidacher und nach dessen Tod erbt 1810 die Tochter Maria Haidacher, die Anton Mayr heiratet. 1858 wird ihr Sohn Johann Besitzer des Gutes, der mit Elisabeth Wolfsgruber verheiratet ist.

Der Unterhaidacherhof besitzt ein Wappen: Im Feld ist ein Rind dargestellt, darüber sind drei Sterne zu sehen, über der Helmzier ist ein Steinbock dargestellt.

Erklärung:

Hof in einem mundartl. Hoada(ch), einem Heidegelände. Eine mundartl. Bildung mit dem Sammelsuffix –ach. Hof in einer tieferen Lage des Heidegeländes.

Bemerkungen:

Eine historische Aufnahme des Hofes findet sich in: Helmut Stampfer (Hg.), Bauernhöfe in Südtirol. Bestandsaufnahmen 1940-1943, Band 11: Mittleres Pustertal, Teil 1: Pfalzen - St. Lorenzen - Bruneck, Bozen 2017, 547.

Literatur:

Paul Kofler/Hans Grießmair/Gunther Waibl, Dietenheim. Höfe, Ansitze, Museum, Dietenheim 1981, S. 119f.