Oberragen Nr. 22: Pfarrwidum

Foto: Alletto, 2013 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 15, 1

Grundbuch-Nr.: 185

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 an: Widum für die Pfarrer, steuerfrey der Acker und Angersteuer.

Mariatheresianischer Kataster: Löblicher Pfarrwidum allda mit Futterhaus samt Stadl und Pfister, Garten und Hofspatium.

Die Bürger von Bruneck schlossen 1369 mit Pfarrer Vinzenz von St. Lorenzen einen Vertrag, in dem sie sich verpflichteten, ein Widum zu errichten. Der Pfarrer sagte zu, in dem Widum vier Priester auf seine Kosten zu erhalten. Erst 1610 aber kam die Pfarre Bruneck zustande.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 15, Pfarrwidum, Müllergasse.

Im Grundbuch ist vermerkt, dass das Eigentumsrecht auf Grund "unvordenklichen Besitzes" der Römisch-katholischen Pfarrpfründe "St. Maria Himmelfahrt" einverleibt wird.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 286.

Hubert Stemberger, Die ältesten Häuser der Stadt: Das Widum, in: Pustertaler Zeitung, 2. Jg., Nr. 8, S. 23.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 228f.