Oberragen Nr. 13, 13a

Foto: Alletto, 2013 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 33, 123, 125

Grundbuch-Nr.: 159/1

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt (für Nr. 126!) für 1546 Jakob Garber als Eigentümer an; für 1613 Mathias Fiechter Wirth; für 1700: Freyherrn Anton von Sternbach, und Martin Santer Bildhauer; für 1835: Mathias Gasser Bauer.

Erika Kustatscher schreibt über Jakob Gerber, sein Nachname lasse wohl auf sein Handwerk schließen. 1550 ist er einmalig als Steuerpflichtiger in Bruneck dokumentiert, Bemessungsgrundlage war ein Objekt in Oberragen.

Mariatheresianischer Kataster: Anton Kofler besitzt eine Feuer- und eine Futterbehausung sowie einen Garten im Zwinger.

1810 kauft Andrä Kofler von seinem Vater Anton die sogenannte Kerer- oder Santerische Behausung mit Stadel, Stallung und Krautgarten. 1816 verkauft er als Inwohner in Bruneck sein Besitzrecht an Mathias Gasser, gewesenen Müller in Bruneck, weiter. Beim Brand 1836 wird die Liegenschaft beschädigt. Mathias Gasser stirbt 1844 und die Tochter Maria übernimmt den Nachlass.

1871 scheint Josef Mutschlechner als Besitzer auf.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 33, Mutschlechner Josef, Müllerjosele, Raggengasse.

Bei der Versteigerung seiner Realitäten (er ist Landbriefträger in Bruneck) 1891 erwirbt Alfons Wachtler, Bäckermeister in Bruneck, das Feuerhaus (= Wohnhaus), das Futterhaus kauft Peter Niedermaier, Metzger in Bruneck.

Alfons Wachtler, Gastwirt zum Luckbäck in Bruneck, verkauft die Behausung 1891 an die Eheleute Johann Fischnaller und Maria geborene Jäger weiter, Letztere wird 1897 Alleinbesitzerin.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 247f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.