Ansitz Kirchegg, Kirchegger, Beikircher, Wenzele

 

Adresse: Wiesenweg Nr. 26

Frühere Namen:

1358 wird der Hof erstmals erwähnt: Fritz bei Kirchen. Bis 1560 scheint Peter Primus als Besitzer auf, 1631 erscheint in den Urbaren Martin Primus. In den Besitz von Kirchegg kommen danach die Wenzl zum Stock, Kirchegg, Ragen und Getreuenstein, da Stefan (III.) von Wenzl die Primusgüter aufkauft. In der Mitte des 17. Jahrhunderts lässt Stefan den Hof neu und in der Form eines Ansitzes errichten. 1650 erhält er die Erlaubnis, das Gebäude von nun an "Kirchegg" zu nennen und sich danach zu schreiben. Stefan besitzt auch den Ansitz Getreuenstein und das Hintersteinergut.

Josef Anton von Wenzl lebt spätestens seit 1725 selbst im Ansitz Kirchegg. Nach dessen Tod heiratet die Witwe den k.k. Forstmeister Franz Josef Söll von Teissegg zu Steinburg und Morberg. Mit Johann Franz von Wenzl verstirbt 1744 der letzte männliche Vertreter der Familie auf Kirchegg.

Den Wenzl folgt Jakob Huber als Besitzer nach. 1867 erleidet das Gut bei einem Brand großen Schaden. 1896 geht das Kirchegg- oder Wenzelegut an Johann Huber über, 1919 wird der Hof durch einen Brand zerstört.

Erklärung:

Der Hof hieß ursprünglich Beikircher, danach Zum Primus und nach dem Umbau zum Ansitz Kirchegg oder Beim Wenzele nach der Besitzerfamilie Wenzl.

Literatur:

  • Paul Kofler/Hans Grießmair/Gunther Waibl, Dietenheim. Höfe, Ansitze, Museum, Dietenheim 1981, S. 92, S. 97.
  • Claudia Plaikner, Die Ansitze im Raum Bruneck, Diss. phil., Innsbruck 1994, Band I, S. 286-299.