Hebenstreitstraße Nr. 2: Kröll, Kröllhaus, Stainerhof

 

Frühere Namen:

Der Hof gehörte ursprünglich zum Amtsgericht Bruneck. Er liegt mit den Nachbarn Asch, Hinterstainer und Maurer in einer einheitlichen Mauereinfassung, was darauf schließen lässt, dass die Häuser nicht gesondert zu betrachten sind.

1361: Nikle von Stain, seine Ehewirtin Sigaun, der Bruder Christian; 1369: Lienhart von Stain; 1372: Nikle von Stain; 1379: Lienhart von Stain, Bürger von Bruneck; 1415: Heinrich von Stain; 1460: Hänslein von Stain; 1536: Hans Stain; 1592: Georg am Stain; 1623: Georg Stainer; 1629: die Brüder Georg und Peter die Stainer; 1646: Georg Worperger, Stainer zu Dietenheim; 1650: Hans Rieder und seine Frau kaufen den Stainerhof; 1656: Hans Caspar Prack kauft den Stainerhof, kommt aber frühestens 1653/54 hierher und wohnt hier bis 1673.

Das Haus ist danach, ab 1679, im Besitz derer von Hebenstreit, 1741-1781 derer von Klebelsberg, 1781 derer von Grebmer. 1781 erbt die Witwe des verstorbenen Grafen Franz Rudolf von Klebelsberg, Maria Anna von Forster, das Stainergut. 1789: Erbschaftserklärung, Josef Antonin von Grebmer, Obergubernialrat und Kreishauptmann im Viertel Pustertal, wird Erbe von Asch- und Stainerhof. 1870: Besitzer Johann Niederbacher; 1893: Peter Steiner; 1900: Alois Plankensteiner, Pächter; 1901: Thomas Steiner. 1907 übernehmen die Hellweger von Aufhofen das Gut.

Erklärung:

Kröll: Hauptwortbildung zum altdeutschen Zeitwort krellen 'kratzen, schinden, mühsam arbeiten', ein häufiger Übername für Bergbauern. Siehe "Außerkröll".

Bemerkungen:

Der Hof ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen).

Literatur:

Paul Kofler/Hans Grießmair/Gunther Waibl, Dietenheim. Höfe, Ansitze, Museum, Dietenheim 1981, 88-90.