Stadtgasse Nr. 21, Hintergasse Nr. 3: Kreuzwirt

Foto: Alletto, 2012 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 69, 104

Grundbuch-Nr.: 135

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt als Eigentümer 1546 Hanns Mauß an; für 1700 Stephan von Wenzl, für 1835 Georg Frisch, Brunbäcker.

Erika Kustatscher schreibt über Johann Maus, er sei zwischen 1532 und mindestens 1550 als Bürger zu Bruneck dokumentiert, wo er im vierten Stadtviertel lebte. Seine Existenzgrundlage bildete das Handwerk des Kürschners. Zwischen 1530 und 1551 war er ordentliches Mitglied des Stadtrates, 1535-41 Viertelmeister, 1536-39 Kirchpropst, 1540/41 Steuereinheber.

Stephan Wenzl, Sohn des Pangraz Wenzl aus Tilliach, Pfleger auf Schloss Lengberg, zog als Kaufmann nach Bruneck und bewohnte das ihm gehörende Haus Nr. 107; 1586 wurde er Bürgermeister der Stadt. Sein Sohn Andreas, geb. 1586, war Besitzer der vier Stadthäuser Nr. 107, Nr. 106, Nr. 105 und Nr. 104 (Stemberger/Bertel).

Mariatheresianischer Kataster: Franz Hofer besitzt eine Behausung mit Spatium hinter dem Haus und zwei Gärten.

1806 verkauft Franz Hofer im Versteigerungsweg die "Baumwirts-Behausung" an Georg Frisch, Bäckermeister und Baumwirt in Bruneck. Nach dessen Tod übernimmt sein Sohn Franz die Behausung und nach dessen Tod erben dessen Kinder Philomena und Franz Frisch den väterlichen Nachlass (1849). Franz Frisch stirbt 1871 in Bruneck, sein Mitbesitzrecht geht an die Schwester über.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 69, Frisch Filomena verehelichte Staudacher, Kreuzwirth, Stadtgasse.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 199f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.

Hubert Stemberger /Robert Bertel, Die Geschichte des Ragenhauses, Bruneck o.J., S. 6f.