Graben Nr. 34, 34a, Hintergasse Nr. 4, 4a: Neuhauserhaus

Foto: Renardo la vulpo, 2017 (CC0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 88, 99, 149

Grundbuch-Nr.: 117

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Jörg Sell, Handelsmann, als Eigentümer an; für 1630 Hanns Tratenberger, Eisenhändler; für 1700 Niklaus Peintner und Math. Niederbacher; für 1835 Joseph Neuhauser, Glaser.

Erika Kustatscher schreibt über Georg Söll, Sohn des Andreas, er sei zwischen 1528 und 1550 als Bürger zu Bruneck dokumentiert, wo er im vierten Stadtviertel ansässig war. Sichtliches Engagement habe er vor allem als Mitglied des Stadtrates in sieben Amtsperioden in der Brunecker Kommunalpolitik gezeigt.

Mariatheresianischer Kataster: siehe Stadtgasse Nr. 29 (zweites Haus).

1866 kauft der Brunecker Stadtmetzger Michael Prader aus der Exekutionsmasse des Johann Walde, Seifensieder in Bruneck, das Haus samt Hofraum und Garten. 1885 verkauft Prader sein Besitzrecht an Josef Neuhauser, Glaser- und Spänglermeister.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 149, Prader Michael, Fleischhacker, Hintergasse.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 358.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.