Harrasser Mühle (Marzell-Mühle?)

Adresse: Frühere Hausnummern: 174 (Tinkhauser), 190 (?)

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt als Eigentümer für 1546 Marcel Trypacher, Müller, an (gehörte zum Amtsgerichte); Erika Kusstatscher schreibt über diesen:

"Marzell Drypacher, unbekannter Herkunft – den Hof- und Flurnamen Trippach gibt es in St. Johann in Ahrn im Gericht Taufers (Battisti) – und Abstammung, tätig als Müller, ist in den Jahren 1543 und 1550 mit der hinsichtlich seines Rechtsstatus unscharfen Angabe "zu Bruneck" dokumentiert, nämlich bei einer Beschwerde über die seiner Ansicht nach übermäßige Verzinsung seiner Mühle und als Steuerzahler. Zu seiner familiären Situation liegen keine Angaben vor."

Für 1700 gibt Tinkhauser Erhart Harrasser, Müller, an; für 1835 Harrasser Müller.

In einem Schreiben des k.k. Land- und Kriminal-Untersuchungs-Gerichts de dato 1842 Juli 14 wird Johann Huber als Marzelmüller bezeichnet (StABk, Bozner Bestand, Serie V, Nr. 32, Fasz. 10). Huber war Müllermeister im Haus Nr. 174, wie aus einem beigelegten Plan des Hauses hervorgeht. Damit liegt nahe, dass es sich bei der bisher nicht lokalisierbaren Marzell- und der Harrasser-Mühle um dasselbe Gebäude handelte. Allerdings scheint in der Einquartierungsliste von 1886 nicht die Nummer 174, sondern 190 als Hausnummer auf:

Einquartierungsliste 1886: Nr. 190, Leitner Josef, Marzellmüller, Stegenerweg.

Literatur:

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 234f.

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.