Oberragen Nr. 23, 23a, 23b: Lechner

Adresse: Frühere Hausnummern: 27, 129, 133

Grundbuch-Nr.: 169

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 als Eigentümer an: Hanns Luenzner, Gärber; für 1700 Gregori Mittermayr Wirth und Südler an; für 1835 Johann Kofler, Bauer. 1723 wäre in diesem Haus der große Stadtbrand ausgebrochen.

Erika Kustatscher schreibt Johann Luenzer (der Nachname lasse an einen Zuwanderer aus Lienz denken), er sei zwischen 1526 und 1542 dokumentiert, und zwar bis 1532 mit dem Status eines Inwohners und danach als Bürger im Oberragen dokumentiert. Seine wirtschaftliche Grundlage bildete das Gerberhandwerk, nach welchem er häufig auch benannt wurde.

Mariatheresianischer Kataster: Martin Kofler besitzt eine Behausung und einen Stadl sowie ein Gärtl hinter dem Haus.

1810 stirbt Martin Kofler und der Sohn Johann übernimmt die Behausung. Beim Brand 1836 werden Dach und Lichthaube abgerissen. 1839 stirbt Johann Kofler, Inwohner in Bruneck, und der Sohn Johann übernimmt den Nachlass. 1868 stirbt Johann als Lechner in Bruneck und der Sohn Johann erbt den Nachlass.

1871 stirbt Johann Kofler und Georg Kofler übernimmt das Erbe.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 27, Kofler Georg, Lechner, Raggengasse.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 263f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.