Oberragen Nr. 17, 17a

Adresse: Frühere Hausnummern: 30, 126, 129, 130

Grundbuch-Nr.: 164/1

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Gabriel Garber als Eigentümer an; für 1700 Martin Öhlackherer Rothgärber; für 1835 Joseph Hilber Rothgärber. Für ein zweites Haus: 1548 Blasy Bäckin als Eigentümerin, 1613 Christoph Winkler, Kachler; 1700 Peter Unterstolz, Zimmermeister; 1835 Joseph Hilber, Rotgärber.

Erika Kustatscher schreibt über Gabriel Gerber, sein Name lasse wohl auf ein Handwerk schließen. Er sei 1542 in Bruneck dokumentiert und werde dem Viertel Oberragen zugeordnet.

Mariatheresianischer Kataster: Die Josef Tauberischen Herrn und Gelter besitzen eine Behausung und Rotgärberwerkstatt sowie einen Garten. Jakob Oberhammer besitzt eine Behausung samt Stadl und Garten.

Das erste Haus kauft 1785 Martin Hilber von den Josef Tauberischen Gläubigern, das zweite Haus erbt 1803 Paul Oberhammer von seinem verstorbenen Vater. Oberhammer verkauft sein Besitzrecht an Hilber, Rotgärbermeister in Bruneck, womit dieser beide Behausungen besitzt. Nach seinem Tod 1814 erben seine fünf Kinder, 1820 übernimmt Josef Hilber den gesamten väterlichen Nachlass.

Beim Brand 1836 wird das Gebäude fast vollständig zerstört. 1854 ersteigert Anna Hilber von Katharina geborener Plankensteiner Witwe Hilber die Behausung (vor dem Feuer waren es zwei Häuser) samt Rotgärberwerkstätte, einem Garten und einem Acker.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 30, Hilber Josef, Rotgärber, Raggengasse.

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 255-257.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.