Oberragen Nr. 9, 9a

Adresse: Frühere Hausnummern: 37, 121, 124

Grundbuch-Nr.: 157/1

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Margreth Hahnin als Eigentümerin an; für 1700 Peter Asamb Goldschmied; für 1835 Joseph Lerchers Tagwerkers Witwe, und Nothburga Steinerische Erben.

Mariatheresianischer Kataster: Johannes Hilber, Büchsenmacher, besitzt eine Behausung mit Werkstatt und einen Garten.

Erste Hälfte (Oberer Teil): 1793 verkauft Johannes Hilber, Bürger und Büchsenmacher in Bruneck, den oberen Teil an Josef Lercher, Zimmerknecht und Rauchfangkehrer in Bruneck. Dieser verkauft 1824 sein Besitzrecht an seine Frau Katharina geborene Gutwenger. Beim Brand 1836 wird die Behausung komplett zerstört, Katharina verkauft deshalb ihr Besitzrecht an die Stadt Bruneck.

Zweite Hälfte (unterer Teil): 1794 kauft Anna Stainer geborene von Puel von den Johann Hilber'schen Erben die untere halbe Behausung, die nach ihrem Tod 1816 die jüngste Tochter Walburg Stainer erbt. Nach deren Tod 1829 fällt die halbe Behausung an ihren Bruder Anton Alois Stainer, der sie 1837 an die Stadt Bruneck übergibt.

Beide Hälften der Brandstätte sind somit in der Hand der Stadt Bruneck vereinigt, der Bürgermeister verkauft sie an Josef Waitz, Handelsmann in Bruneck.

Bau und Brandwehr-Ordnung für die k.k. Kreisstadt Bruneck 1838: Jos. Waitz (Nr. 124).

Dieser gibt sein Besitzrecht 1838 an Kaspar Tolpeit, Güterbesitzer in Wengen, weiter. 1877 verkauft Tolpeit, Hausbesitzer in Bruneck, das Besitzrecht an Felix Crepaz, Spengler aus Pieve in Buchenstein, und dieser verkauft 1893 an Fritz Mayr, Schlossermeister in Bruneck, weiter.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 37, Crepatz Felix, Raggengasse.

Literatur:

Paul Tschurtschenthaler, Brunecker Heimatbuch, Bozen 1928, S. 37.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 240-243.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.