Oberragen Nr. 3: „Pinta Pichl“

Foto: Alletto, 2013 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 43, 118, 121

Grundbuch-Nr.: 152

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Hanns Khneitinger, Zimmermann, als Eigentümer an; für 1616 Wolf Engl Hueter; für 1700 Michael Schöpfer Binder; für 1835 Johann Staudacher Faßbinder.

Erika Kustatscher schreibt über Johann Kneitinger, er sei zwischen 1536 und 1546 in Bruneck dokumentiert, wo er, als Zimmermann tätig und teilweise auch danach benannt, im Viertel Oberragen ansässig war. Im Dezember 1539 wurde ihm das Inkolat verliehen.

Mariatheresianischer Kataster: Johannes Schöpfer, Binder, besitzt eine Behausung und einen Garten.

Johann Staudacher kauft 1794 von dessen Gläubigern die Behausung. Nach seinem Tod als Bindermeister in Bruneck übernimmt der Sohn Johann den väterlichen Nachlass (1809). Nach dem Brand 1836 wird die Behausung von Grund auf neu errichtet.

Bau und Brandwehr-Ordnung für die k.k. Kreisstadt Bruneck 1838: Johann Staudacher.

Nach dem Tod des Johann Staudacher übernimmt der Sohn Anton das Binderhaus, und nach dessen Tod erben die vier Kinder zu je gleichem Anteil.

Einquartierungsliste 1886: Haus Nr. 43, Staudacher Antons Kinder, Faßbinder, Raggengasse.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Erika Kustatscher, Die Städte des Hochstifts Brixen im Spätmittelalter. Verfassungs- und Sozialgeschichte von Brixen, Bruneck und Klausen im Spiegel der Personengeschichte (1200-1550) (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 25), Innsbruck/Wien/Bozen 2007. Beiliegende CD-Rom.

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 234f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 232f.