Paul-von-Sternbach-Straße Nr. 8

Adresse: Frühere Hausnummern: 6, 209

Grundbuch-Nr.: 12

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Herrn Kirchmayr von Ragen als Besitzer an; für 1700 Hanns Althuber; für 1835 Joseph Grünbacher, Bauer.

Mariatheresianischer Kataster: Jakob Huebers Tochter besitzt eine Behausung, einen Stadl, einen Garten und ein Angerle.

1778 stirbt Jakob Hueber, Inwohner in Bruneck, und der Fruchtgenuss aus dem Nachlass wird zunächst der Witwe Agnes geborene Ellerin eingeräumt. Als die Tochter Maria Hueber sich verehelichen will, restituiert die Mutter das Erbe an sie. 1842 verkauft Maria Hueber verehelichte Grünbacher, Kirchmairin in Bruneck, ihr Besitzrecht an Johann Freiherrn von Sternbach.

Nach dessen Tod 1879 erbt Gottfried Reichsfreiherr von Sternbach den Nachlass und verkauft das Haus samt Garten 1886 an den Verein zur Unterstützung der Kinderbewahranstalt und Nähschule in Bruneck.

Im Grundbuch scheint das Gebäude als "Kleinkinderbewahranstalt" auf, 1928 als "Scuola Materna 'Principe Umberto'". 1929 zeichnet die "Opera Nazionale di Assistenza all'Italia Redenta" für den Unterhalt verantwortlich.

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 297f.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 228f.