Stadtgasse Nr. 57, 57a; Hintergasse Nr. 31: Engelmohr, Mor, Kleinmohrische Behausung

Foto: Alletto, 2012 (CC BY-SA 3.0).

Adresse: Frühere Hausnummern: 109, 65, 66

Grundbuch-Nr.: 94

Frühere Namen:

Johann Tinkhauser gibt für 1546 Ulrich von Hofstatt als Eigentümer an, für 1613 die Prackh von Asch; für 1700 den Tischler Andrä Kofler; für 1835 den Tischler Joseph Kofler.

Mariatheresianischer Kataster: Johannes Kofler, Tischlermeister, besitzt eine Behausung und einen Garten im Zwinger.

1795, nach dem Tod des Johannes Kofler, übernimmt sein Sohn Josef, Tischlermeister in Bruneck, die sogenannte "Kleinmohrische Behausung". 1831 verkauft er sein Besitzrecht an den gleichnamigen Sohn, ebenfalls Tischlermeister in Bruneck, samt Hauseinrichtung und Tischlerwerkzeug.

Bau und Brandwehr-Ordnung für die k.k. Kreisstadt Bruneck 1838: Joseph Kofler.

Nach dessen Tod übernimmt die Witwe Katharina Kofler geborene Paprian den Nachlass und verkauft ihn 1856 an die Eheleute Michael Niedermair, Strutzer in Bruneck, und Katharina geborene Holzer.

1886 erben die vier Kinder, 1887 wird Michael Niedermair Alleinbesitzer.

Einquartierungsliste 1886: Nr. 109, Niedermair Michael, Stadtgasse.

Nach dessen Tod 1890 erben die drei Töchter, und 1898 verkauft die Alleinbesitzerin Elisabeth Plankensteiner geborene Niedermair die Behausung an Cäzilia Frisch geborene Riedl in Bruneck.

Bemerkungen:

Das Haus ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol).

Literatur:

Anton Sitzmann, Häuserbuch der Altstadt Bruneck (1780-1964), Diss. phil., Band II, Innsbruck 1965, S. 135-137.

Hubert Stemberger (Hg.), J.N. Tinkhauser's Brunecker Chronik 1834. "Geschichtliche Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung", Bozen 1981, S. 230f.

Franz-Heinz Hye, Die Wappenfresken am Englmohr-Haus in Bruneck und ihre Bedeutung für die Brunecker Stadtgeschichte, in: Der Schlern, 61. Jg. (1987), 323-327.