Puenland Nr. 1: beim Ponlander

Frühere Namen:

1421 scheint ein Acker ob Ponlanten auf, 1484 ein Jörg Ponlandter als Kirchpropst, 1532 ein Vinzenz Mair in Ponland. 1558 begegnet ein Schönegger in Ponland, 1560 Andrä Preu, jetzt Schönegger in Ponland, und im gleichen Jahr Vinzenz Mair in Ponland und Hans Schönegger.

1610 zinst Melchior Niederst, Mitterhofer in Ponland, und 1665 ist Bartlmä Huber von Ponland nachweisbar. 1727 stirbt hier Jakob Mayr, 1760 scheint Johann Mayr auf und 1783 Balthasar Mayr als Bestandsmann in Ponland.

1759 besitzt Margareth Acherer einen Hof, im zweiten Hof leben Leute namens Seyr, bereits 1658 ist Andreas Seyr aus Ponland erwähnt, danach (1664) Johann Seyr als Bestandsmann in Ponland. Johann Seyr heiratet 1677 Maria Stockerin und er stirbt 1719.

Von 1792 bis 1877 besitzen die Mutschlechner den Ponlanderhof, Andrä Mutschlechner stirbt 1820 als gewesener Ponländer. In einem Haus des Weilers wohnen 1833 die Eheleute Stefan von Wenzl und Maria Piffrader.

Erklärung:

Wie im Namen mundartl. Puinberg (die amtliche Form Bannberg ist eine falsche Verhochsprachlichung) für ein Dorf am östlichen Ende des Pustertales (politischer Bezirk Lienz/Osttirol) steckt auch in Puinland der althochdeutsche Männername Puobo. Der Name ist aus einem Puobenland (Gelände eines Puobo) entstanden; durch Kontraktion wurde daraus Puonland, und da dem alt- und mittelhochdeutschen uo im Pustertal immer das mundartliche ui entspricht, ergab sich die Lautform Puinland. Der Name galt ursprünglich für das Gelände, dann auch für das dort errichtete Gehöft. Das Alter des Namens reicht in die früheste deutsche Siedlungszeit zurück.

Bemerkungen:

Das Hauptgebäude ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der Autonomen Provinz Bozen).

Literatur:

Paul Kofler/Hans Grießmair/Gunther Waibl, Dietenheim. Höfe, Ansitze, Museum, Dietenheim 1981, S. 152.