Dantestraße

Akt:

Mit Gemeinderatsbeschluss Nr. 163 vom 6. November 1966 wurde die Straße benannt, eine Richtigstellung von Dante-Straße in Dantestraße erfolgte mit Gemeinderatsbeschluss Nr. 157 vom 6. August 1992. In der Zeit des Faschismus war die frühere Reichsstraße in Corso Dante Alighieri umbenannt worden.

Für 1945 ist die Bezeichnung Schießstandstraße / Via Bersaglio bezeugt, von der ein Teilstück in Toblacher Straße, ein zweites Teilstück in Dantestraße umbenannt wurde.

Herkunft:

Die Straße ist nach Dante Alighieri (1265-1321) benannt.

Der große italienische Dichter und Denker wurde aller Wahrscheinlichkeit nach im Jahr 1265 in Florenz geboren und 1266 auf den Namen Durante, was in der Aussprache dann zu Dante verkürzt wurde, getauft. Der Familienname Alighieri geht zurück auf Dantes Großvater Alighiero I und Dantes Vater Alighiero II, die Familie gehörte dem florentinischen Stadtadel an. Von Dantes Kindheit und Jugend ist wenig bekannt, außer dass er sich bereits in jungen Jahren eine ungewöhnliche Bildung und Gelehrsamkeit aneignete.

Ab 1295 war Dante politisch tätig, bekleidete verschiedene Ämter in Florenz und war abwechselnd Parteigänger der Guelfen und Ghibellinen. Als er sich im Kampf um die Unabhängigkeit von Florenz gegen die Einmischungsversuche des Papstes Bonifatius VIII. auf die Seite der erfolglosen Opposition stellte, wurde er 1302 aus Florenz verbannt und kurz darauf in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Daher führte er ab diesem Zeitpunkt ein Wanderleben, das ihn von Verona über die Lunigiana und Lucca nach Ravenna verschlug, wo er am 14. September 1321 verstarb.

Dantes literarisches Werk reflektiert in einzigartiger Weise individuelle Leiden, die Verwicklung in zeitgenössisches politisches Geschehen sowie den Bildungshorizont und die geistige Ordnung des Mittelalters. Er schrieb sowohl in lateinischer als auch in italienischer Sprache. Mit seiner berühmten "Divina Commedia" ("Göttliche Komödie"), von Dante selbst nur "La Commedia" genannt und geschrieben in toskanischer Mundart, hat er die italienische Literatursprache aus dem bis dahin dominierenden Latein förmlich "erschaffen" - es ist die erste herausragende Dichtung in der italienischen Volkssprache. Weitere wichtige Werke: "Rime", "Vita Nova", "Convivio", "De vulgari eloquentia", "Monarchia", "Eclogae", "Quaestio de sito et forma de aqua et terra".

Quellen:

Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden. Neunzehnte, völlig neu bearbeitete Auflage. Fünfter Band COT-DR, Mannheim 1988.

Karte: