Prack-zu-Asch-Straße Nr. 24: Kappler

 

Frühere Namen:

Ursprünglich "Mairhof zu Kappeln" - war vom 14. Jahrhundert bis zur Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein "Kuchlmairhof" der Fürstbischöfe von Brixen. In der näheren und weiteren Umgebung von Bruneck gab es zirka 40 solcher Höfe, die das Schloss Bruneck mit Lebensmitteln versorgen mussten, hauptsächlich während der Zeit des Aufenthaltes des Fürstbischofs mit seinem Hofstaat in den Sommermonaten. Sie waren von der landrichterlichen und landesfürstlichen Gewalt befreit. Andere Kuchlmairhöfe in Reischach waren Mair zu Kirchhorn und Morberg.

Der Kappler-Hof war das Heimathaus des Tiroler Freiheitskämpfers Johann Steiner, der als einer der Anführer im Dezember 1809 von den Franzosen verhaftet und auf die Insel Elba verbannt wurde. Er starb am 11. Dezember 1811 im Spital in Civitavecchia.

Bis 1941 war der Kappler-Hof ein weitum bekanntes Wirtshaus.

Erklärung:

Kappl ist eine frühe Eindeutschung (durch deutsche Erstsilbenbetonung) von lateinisch capélla ‚Kapelle’. Der Inhaber des Hofes ist der Kappler. Bedeutung: Hof bei einer Kapelle.

Bemerkungen:

Das sogenannte Kapplerstöckl, eine Kapelle, ist denkmalgeschützt (externer Link zum Monumentbrowser der der Autonomen Provinz Bozen).