Luns Nr. 20: Außerkröll

Frühere Namen:

Die Namen wechseln von Hinterkröll (1392) auf Innerkröll (1668), Oberkröll (1775), Enderkröll (1788), Oberkröll (1793).

1392 scheinen Ulrich der Chrelle und sein Bruder Haintz auf. 1421 hat Markel von Chrellen Niederschlag gefunden. 1611 sitzen Johannes Mair und Maria Winklerin als Eheleute auf dem Hof, auf sie folgen Johann Mair jun. und Ursula Prast, danach Peter Mair und Martin Mair, der mit Ursula Tallerin verheiratet ist. 1668 wird Balthasar Lähner zu Luns Kirchpropst, bis 1719 bleibt das Innerkröllengut in der Hand der Lähner.

1719 scheint Peter Seyr als Kröll auf, 1747 Balthasar Messner, 1784 Josef Messner, 1791 Johann Niederpacher, 1794 Josef Weidacher und 1800 Josef Oberstaller. 1802 ist Simon Wierers Witwe Inhaberin des Oberkröllgutes, 1844 sitzen Philipp Guggenberger und Anna Mesner von Antholz auf dem Gut. 1867 sind Josef Gräber und Rosa Auer Besitzer, 1883 Franz Oberhollenzer und Maria Steger, in der Zweitwohnung leben 1902 der Taglöhner Johann Mosmayr und Katharina Pramstaller. 1903 sind Franz Feichter und Maria Knapp Besitzer zu Außerkröll.

Erklärung:

Wie Kröll und Mitterkröll ist auch dieser Hof nach der Lage benannt. Hauptwortbildung zum altdeutschen Zeitwort krellen: 'kratzen, schinden, mühsam arbeiten’, ein häufiger Übername für Bergbauern.

Literatur:

Paul Kofler/Hans Grießmair/Gunther Waibl, Dietenheim. Höfe, Ansitze, Museum, Dietenheim 1981, S. 118.