Sogenannter Ansitz Rassner, Rostengut (+)

Adresse: Prack-zu-Asch-Straße 7, Reischach.

Frühere Namen:

Der ehemalige Ansitz Rost existiert heute nicht mehr. Ursprünglich befand er sich wahrscheinlich wie auch die Angerburg im Besitz der Herren von Rischon, wenngleich der Name Rassner auf die Herren von Rasen hinweist. Diese scheinen im 14. Jahrhundert immer wieder als Besitzende auch in der Gegend des heutigen Reischach auf.

1518 war Hans von Parmatin Inhaber des Rasnerischen Ansitzes in Reischach, um die Mitte des 16. Jahrhunderts kamen die Prack von Asch und Angerburg in den Besitz, danach der mit den Prack von Asch verschwägerte Matthias Söll von Aichberg.

Ferdinand Söll von Aichberg verkaufte den Ansitz Rassner 1645 samt Stadel, Stallung, Vorhof, Backofen und Badestube an Maria Mayr aus Issing, Tochter des Georg Mayr, Inwohner in Bruneck. Die Behausung und Hofstatt Stöckl, die inbegriffen waren, verkaufte Maria Mayr an Blasius Pranger weiter.

Danach blieb Rassner in bäuerlichen Händen, es wird immer mehr die Bezeichnung "Rosten" gebräuchlich. 1917 brannte das Rostengut ab und wurde 1922 wieder aufgebaut.

Literatur:

  • Claudia Plaikner, Die Ansitze im Raum Bruneck, Diss. phil., Innsbruck 1994, Band I, S. 414-431.