Archivale des Monats September: Entwurfszeichnungen für den Sitz der Sparkasse der Stadt Bruneck

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Sparkasse Bruneck, Fassade, Entwurf sign. „F. Madile“. © Stadtarchiv Bruneck.

In den Jahren 1898 und 1899 errichtete die Sparkasse der Stadt Bruneck am Graben einen neuen Amtssitz. Ausführend war die Baufirma „Madile & Comp.“ des Franz Madile in Klagenfurt. In dem neoklassizistischen Gebäude war die Bank bis 1933 untergebracht, danach wurde der Bau zum Rathaus umfunktioniert. Das Aussehen des Gebäudes, das 1966 abgetragen wurde, ist durch Fotografien und Entwurfszeichnungen rekonstruierbar. Im Stadtarchiv sind Pläne über die Zuweisung der Grundparzellen, für die Gestaltung der Fassaden, sowie für die Aufteilung der Innenräume erhalten geblieben. Weiterlesen

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Der Kaiser in Bruneck!

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Titelseite des „Pusterthaler Boten“, 16. September 1886.

Vom 16. bis zum 20. September 1886 hielt sich Kaiser Franz Joseph I. in Bruneck auf. Der Brunecker Stadtrat hatte sich auf den Besuch des Monarchen durch die Gründung eines Festkomitees unter der Leitung des Barons Sternbach sowie verschiedener „Subcomités“ (Dekorations-, Ordnungs-, Volksfest-, Feuerwerk- und Böller-Komitee) vorbereitet. Diese trafen sich zu regelmäßigen Sitzungen und leiteten alles in die Wege, um dem Kaiser einen würdigen Empfang und einen schönen Aufenthalt zu bereiten.

Ein wichtiges Anliegen war die festliche Beflaggung der Stadt sowie die Errichtung von Triumphpforten. Man trug aber auch Sorge für die Reparatur von Wegen und Straßen, die Abstellung des Viehtriebes und die Verlegung des Viehmarktes, für die Reinigung der Hintergasse und eine bessere Beleuchtung des Grabens. Weiterlesen

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Die Erinnerungstafel an der Ursulinenkirche

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Foto: © Stadtarchiv Bruneck

Im November 1500 machte Maximilian I., römisch-deutscher König und Erzherzog von Österreich, während einer Reise auch in Bruneck Station. Er hielt sich gemeinsam mit seiner Frau Bianca Maria Sforza und dem Fürstbischof von Brixen eine Woche in der Stadt auf, wo er der „Neukirche“, der heutigen Ursulinenkirche, „eine Krone und ein Gehänge vom Orden des goldenen Fließes, von vergoldeten Silber, mit Perlen und Edelsteinen besezt“, vermachte. Darüber berichtet Johann Nepomuk Tinkhauser in seinen „Geschichtlichen Nachrichten von der k.k. Kreisstadt Bruneck und derselben Umgebung“ (1834).

Die Gedenktafel an der heutigen Ursulinenkirche erinnert an dieses Ereignis. Die Inschrift lautet: „IMPERATOR C(aesar) D(ivus) MAXIMILIANUS I. P(ius) F(elix) HIC ULTIMIS DIES NOV(embris) A(nno) D(omini) MD MORATUS CATENAM ORDINIS AUREI VELLERIS CIVITATI BRUNEGGENSI MUNUS DEDIT.“
Übersetzt: „Der göttliche, fromme und glückliche Kaiser Maximilian I., der sich hier in den letzten Tagen des November im Jahr 1500 aufhielt, hat der Stadt Bruneck eine Kette des Ordens des Goldenen Vlieses zum Geschenk gemacht.“

Die Gedenktafel wurde vom Verein für Kultur und Heimatpflege gestiftet und im Beisein von Dr. Otto von Habsburg im Jahr 2000 enthüllt („Ex dono Societatis ad Culturam et Patriam Colendam a Dr. Otto von Habsburg a.d. MM develata“).

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Archivale des Monats August: Eine Fotodokumentation

Zwischen 1908 und 1957 verkehrte zwischen Bruneck und Sand in Taufers die sogenannte Taufererbahn. Am 1. Februar 1957 wurde der Betrieb eingestellt; der gesamte Wagenpark wurde verschrottet und die Bahntrasse demontiert.

Vor Ort sind heute nur noch spärliche Überreste der ehemaligen Bahninfrastruktur vorhanden, die leicht übersehen werden können. Claudio Orefice (Padua) hat dem Stadtarchiv digitale Aufnahmen zweier Betonsockel zur Verfügung gestellt, welche der Verankerung der Oberleitungen der Bahn zwischen Bruneck und St. Georgen dienten.

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Das Stadtarchiv Bozen bittet um Mithilfe

Stadtarchiv Bozen

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Kinderfest 2016: Schreiben wie im Mittelalter und Malen mit Licht

fb Das Stadtarchiv Bruneck und das Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP) beteiligen sich am Brunecker Kinderfest 2016 mit einem eigenen „Standl“. Dort können Urkunden geschrieben und Fotos wie zu Großmutters und Großvaters Zeiten gemacht werden.

Alle Informationen finden sich auf der Homepage des Stadtmarketings Bruneck: http://www.stadtmarketing-bruneck.eu/v-kindofescht-2016.php Weiterlesen

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Ein Stück Eisenbahngeschichte im Stadtarchiv

 

Zwischen 1908 und 1957 verkehrte zwischen Bruneck und Sand in Taufers die sogenannte Taufererbahn. Sie wurde am 20. Juli 1908 als normalspurige Lokalbahn mit elektrischem Betrieb eröffnet. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Betriebsabwicklung der k.k. priv. Südbahn-Gesellschaft übertragen, welche auch die Pustertalbahn betrieb. 1920 gingen die Betriebsführungsagenden an die Italienischen Staatsbahnen (F.S.) über. Am 1. Februar 1957 wurde der Betrieb eingestellt; der gesamte Wagenpark wurde verschrottet und die Bahntrasse demontiert.

Das Stadtarchiv Bruneck verwahrt einen Bestand von Unterlagen (Schriftstücke und technische Zeichnungen) über den Bau der „Taufererbahn“. Das Haltestellenschild mit der Aufschrift „S. Giorgio“ (St. Georgen) gehört zu den wenigen materiellen Zeugnissen der Bahn, die noch erhalten sind.

Weitere Informationen:
Barazzutti, F./Amplatz, R. (Circolo Fotografico D.L.F. – B. Brecht-Gruppe), Die Geschichte von einem Zug. Die Lokalbahn Bruneck-Sand in Taufers 1908-1957: Auszüge aus Zeitungsartikeln 1904/1908,1957 | Storia di un treno. La ferrovia locale Brunico-Campo Tures 1908-1957: Estratti dai giornali d’epoca 1904/1908, 1957. Katalog zur Ausstellung in Bruneck, Alte Turnhalle, 29. Juli bis 9. August 1983 | Catalogo della mostra a Brunico, vecchia Palestra, 29 luglio a 9 agosto 1983.
Hinterhuber, Hartmann/Hinterhuber, Hans H., Josef Beikircher 1850–1925. Relation über die Anfänge der Pustertaler Lodenfabrik und die Planung der Tauferer Bahn, in: Der Schlern. Nr. 8 (2008), S. 30–65.
Denoth G., Nie verwirklicht, längst eingestellt … Die Lokalbahnen entlang der Pustertalbahn, in: Martin Kofler (Hg.), Volldampf. Die Pustertalbahn 1869–1918 (TAP-Forschungen 1), Innsbruck/Wien 2013, S. 64-73, hier S. 67–69.
Pozzato Francesco, Die Pustertalbahn, Egglham/München o.J., zur Taufererbahn S. 86-89.
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Vorstellung der Broschüre „100 Jahre Waldfriedhof Bruneck“

Einladung 2016_kleinIm Jahr 1915 wurde in Bruneck der Waldfriedhof errichtet, ein bis heute im kollektiven Bewusstsein der Bevölkerung sehr präsenter Erinnerungsort, der einen besonders tragischen Abschnitt der Stadtgeschichte zwischen 1915 und 1918 dokumentiert.
Am Donnerstag, den 7. April 2016, stellen wir in der Alten Turnhalle in Bruneck eine Broschüre vor, welche die Entstehung des Waldfriedhofes dokumentiert. Hubert Mock (Stadtarchiv Brixen) präsentiert zudem ein 2015 erschienenes Buch, das die Geschichte des Soldatenfriedhofes Brixen-Vahrn nachzeichnet.

Informationen zu den Gedenkveranstaltungen im Mai 2015

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Archivale des Monats: März 2016

OstereierAm 25. März 1918 wies der Bürgermeister von Bruneck, Josef Schifferegger, mittels Kundmachung darauf hin, dass „das Färben von Hühnereiern, sowie das Inverkehrsetzen gefärbter Hühnereier“ verboten sei.
Das Verbot wurde in Tirol und Vorarlberg erstmals 1916 erlassen, um während der Nahrungsmittelknappheit im Ersten Weltkrieg eine „Verschwendung“ von Eiern zu vermeiden.

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Archivale des Monats: Brunecker Schlutz-Krapfen

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Am 19. Februar 1914 erschien in Bruneck („Bruneck, Pustertal, Tirol, Austria, Europe“) in der Buchdruckerei Mahl die Faschingszeitung „Brunecker Schlutz-Krapfen“. Weiterlesen

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Johann Nepomuk Tinkhauser: Kunst- und Wunderkammer

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Das Stadtarchiv Bruneck veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein Bruneck eine Ausstellung über den Brunecker Goldschmied, Sammler und Forscher Johann Nepomuk Tinkhauser (1787-1844), einen vielseitig begabten, interessierten und tätigen Bürger der Stadt an der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert. Weiterlesen

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Corpus Intra Muros

Vom 17. bis zum 19. Juli 2014 fand in Bruneck das Kunst- und Wissenschaftsprojekt „Corpus Intra Muros“ statt, das ein wissenschaftliches Sympsium, die „Raiffeisen Sommergespräche“, sowie ein Kunstprojekt und die Präsentation des zugehörigen Kataloges umfasste. Architekt Stefan Hitthaler (Architekturbüro Hitthaler Bruneck) inszenierte rund um den sogenannten „Pulverturm“ eine Installation, die – wie der Presse jüngst zu entnehmen war – noch den gesamten Winter über vor Ort zu bestaunen sein wird.

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„Dolomiten“, 30.10.2015

Der Katalog erschien dreisprachig in der Reihe „Schriften zur Politischen Ästhetik“ in Innsbruck, und umfasst neben einführenden Texten des Kurators Ulrich Leitner und des Architekten Stefan Hitthaler auch zwei geschichtswissenschaftliche Texte: Christina Antenhofer, Assoziierte Professorin an der Universität Innsbruck, setzt sich mit Herzog Christophs Reise nach Jerusalem auseinander, der Brunecker Stadtarchivar Andreas Oberhofer mit dem besagten (fast) vergessenen Baudenkmal, das gemeinhin als „Pulverturm“ bezeichnet wird, über dessen Entstehung und Zweck man allerdings sehr wenig weiß.

Der Katalog beinhaltet auch Texte der Brunecker Autorin Waltraud Mittich, die unter dem Titel „Abschied von der Serenissima“ stehen, dem Titel des gleichnamigen Romans, aus welchem die Autorin im Rahmen des Brunecker Symposiums vorgelesen hat.

Der Katalog kann im Handel erworben werden, ist selbstverständlich aber auch in der Stadtbibliothek Bruneck zum Ansehen und Ausleihen vorhanden.

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Titelbild des Kataloges zum Kunst- und Wissenschaftsprojektes (zum Vergrößern anklicken).

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Geschichtswerkstatt 2015

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Als Fortführung der Geschichtswerkstatt 2014, die sich mit der Ur- und Frühgeschichte, provinzialrömischen Zeit, aber auch dem Mittelalter und der Neuzeit und deren archäologischem Niederschlag (Bodendenkmäler) im Raum Bruneck/Pustertal beschäftigt hat, widmen wir uns 2015 der Erforschung des historischen Baubestandes der Stadtgemeinde.

Weitere Informationen

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Lese- und Interpretationsgruppe

LesegruppeNach der Sommerpause trifft sich die „Lese- und Interpretationsgruppe für alte Schriften“ am kommenden Donnerstag, den 17. September, wieder.

Thema:

Deutschsprachige Urkunden aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Weitere Informationen gibt es hier.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

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Zum Schulbeginn

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„Stundenplan der zweiten Classe“, ca. 1900. Im Stadtarchiv Bruneck finden sich zahlreiche Archivalien zur lokalen Schulgeschichte wie beispielsweise Stundenpläne und Schulordnungen, aber auch Prospekte für Klassenzimmer-Möbel, und mitunter sogar eine Anleitung zur optimalen Reinigung des Schulraumes.

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Urlaubszeit, Reisezeit!

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Postkarte aus der Sammlung „Weissteiner“ im Stadtarchiv Bruneck, bezeichnet „Vor Bruneck im Pustertal, Tirol.“

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Archivale des Monats: Juni 2015

Juni_1918_Linksfahrgebot-1Linksverkehr

„Alle Fuhrwerke (Autos, Wägen, Motorräder, Fahrräder) haben in der Fahrt ständig die linke Strassenseite einzuhalten. Links ausweichen, rechts vorfahren. Bei gleichzeitigen Zusammentreffen an Strassenkreuzungen ist den von links kommenden Fuhrwerken der Vortritt zu lassen. Fuhrwerke bei Nachtzeit beleuchten.“

Verordnung der k. k. Bezirkshauptmannschaft Bruneck, 21. Juni 1918.

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Archivale des Monats: Mai 2015

Sicherheit für Archive Mai 1915 III Nr 1055-1Der Erste Weltkrieg – vor hundert Jahren

Am 25. Mai 1915 rief der Tiroler Landeshauptmann dazu auf, wertvolle Bestände der Gemeindearchive an sicheren Orten aufzubewahren. Dokumente konnten auch an das Tiroler Landesarchiv in Innsbruck geschickt werden, wenn es in den Gemeinden keine geeigneten (feuer-)sicheren Räume gab.

Auf der Rückseite des Schreibens findet sich der handschriftliche Vermerk: „Wichtige alte Urkunden, Protokolle, […] Antiquitäten, Sitzungsprotocolle einmauern“.

Stadtarchiv Bruneck, Magistratsakten 1915 III, Nr. 1055.

 

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100 Jahre Waldfriedhof Bruneck

Nachdem im Jahr 2014 weltweit des Ausbruches des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren gedacht wurde, erinnern wir uns im laufenden Jahr 2015 unter anderem an die Entstehung der Dolomitenfront im Jahr 1915. Für die Stadtgemeinde Bruneck ist ein weiteres Ereignis von besonderem Interesse, das sich zum hundertsten Mal jährt: Die Errichtung des Waldfriedhofes, eines bis heute im kollektiven Bewusstsein der Bevölkerung sehr präsenten Erinnerungsortes, der einen besonders tragischen Abschnitt der Stadtgeschichte zwischen 1915 und 1918 dokumentiert. Weiterlesen

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Lese- und Interpretationsgruppe für alte Schriften: Epigraphik

Inschrift an der Pfarrkirche von Gais. Foto: A. Oberhofer

Inschrift (Grabplatte für einen Pfarrer) an der Pfarrkirche von Gais, sekundäre Verwendung als Bodenpflasterung vor dem Haupteingang. Foto: A. Oberhofer

Die Gruppe trifft sich am Donnerstag, den 23. April, im Seminarraum in der LibriKa in Bruneck (2. Stock), das Treffen dauert von 16.00 bis 19.00 Uhr. Jede/r Interessierte ist willkommen!

Dieses Mal steht ein Spezialthema auf dem Programm, nämlich Epigraphik (Inschriftenkunde). Wir werden ausgewählte Beispiele von gemeißelten, gemalten und gekratzten Inschriften auf Holz, Stein und Putz genauer unter die Lupe nehmen.

Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

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Archivale des Monats: April 2015

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Straßennamen in Bruneck

Am 29. April 1885 wurde im Protokoll des Gemeindeausschusses von Bruneck der Antrag auf Benennung aller Straßen und Plätze festgehalten. Er war durch den Bezirksingenieur Benedikt Plattner eingebracht worden, und der Bürgermeister Johann Georg Mahl pflichtete Plattner bei, der Antrag wäre „sehr zeitgemäß“, da es für manche Gassen überhaupt keine Benennung gäbe. Touristen, „Fremde“, wären deshalb „kaum aufzuklären […], wenn sie sich orientieren wollen.“

Für die Benennung sollten „hystorische und praktische“ Straßennamen gewählt werden. Plattner gründete zu diesem Zweck ein Komitee, das geeignete Namen auswählte und nach einigen Monaten dem Gemeindeausschuss eine Liste zur Begutachtung vorlegte. Sie wurde mit – wie es im Protokoll heißt – „kleinen Abänderungen“ angenommen.

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Archivale des Monats: Februar 2015

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Stadtarchiv Bruneck, 1915: III, Nr. 356. @ Stadtgemeinde Bruneck.

Das erste Telefonnetz in Bruneck

Vor genau hundert Jahren, am 18. Februar 1915, teilte der k.k. Hofrat von Klebelsberg dem Stadtmagistrat Bruneck mit, dass am 15. Februar in der Stadt das öffentliche Telefonnetz in Betrieb genommen wurde. Es gab bereits 16 Einzel- und neun sogenannte „Gesellschafts“-Anschlüsse.

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Vor 70 Jahren: Luftkrieg über der Alpenfestung. Die Ereignisse im Pustertal. Vortrag mit Buchvorstellung.

Mittwoch, 11. Februar 2015, 20.00 Uhr, LibriKa Bruneck, Enrico-Fermi-Straße 6, Erdgeschoss

buchcoverIm Herbst 1943 kommt es zu ersten Luftangriffen auf die Operationszone Alpenvorland und den Gau Tirol-Vorarlberg. Trient, Bozen, Feldkirch und Innsbruck sind die Hauptziele der schweren Bomber der 15th USAAF bis Jahresende 1943. Nach einer eher ruhigen Phase beginnt im November 1944 die so genannte Brennerschlacht, das konzentrierte Angriffsprogramm auf die Brennerbahnlinie. Bis Ende April 1945 greifen vor allem die zweimotorigen B-25 jeden Tag, an dem das Wetter es zulässt, die Strecke an. Beginnend mit dem Abschnitt zwischen Verona und Trient werden im Laufe des Winters die Angriffe immer weiter nach Norden vorangetrieben. Schlussendlich wird im Frühjahr 1945 die gesamte Strecke bis nach Brixlegg im Inntal bombardiert. Wann immer möglich, sind auch die schweren, viermotorigen B-17 Flying Fortress und B-24 Liberator an den Angriffen auf die Bahnkontenpunkte beteiligt. Weiterlesen

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Lese- und Interpretationsgruppe für alte Schriften

Die Gruppe trifft sich jeweils im Seminarraum in der LibriKa in Bruneck (2. Stock), die Treffen dauern von 16.00 bis 19.00 Uhr. Jede/r Interessierte ist willkommen!

Die nächsten Termine:

  • Donnerstag, 15. Jänner 2015
  • Donnerstag, 19. Februar 2015
  • Donnerstag, 19. März 2015

Anmeldungen sind nicht nötig. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Bezirkschronistin Maria Hilber Mutschlechner, E-Mail: maria.mutschlechner@hotmail.com

 

 

 

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Geschichtswerkstatt 2014

BildschirmAuch im laufenden Jahr 2014 gibt es die bereits zur Tradition gewordene Veranstaltungsreihe „Geschichtswerkstatt“, diesmal zum Thema „Ergrabene Zeit. Archäologische Funde in und um Bruneck“. Die genaueren Informationen und Termine finden Sie auf dem Faltblatt.

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Ausstellung „Trauma Galizien“

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2014 jährt sich zum hundertsten Mal der Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Das Stadtarchiv Bruneck hat das Gedenkjahr zum Anlass genommen, sich an der Ausstellung „Trauma Galizien“, die durch den Arbeitskreis für Kultur und Weiterbildung „Das Fenster“ initiiert wurde, zu beteiligen.

Die Ausstellung „Trauma Galizien | Trauma Galizia“ wurde am 1. Oktober 2014 um 19.00 Uhr im Ragenhaus in Bruneck eröffnet.

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Paul Tschurtschenthaler

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„Pustererinnen am Heimweg“, Photographie von Rudolf Koppitz (1884-1936). Aus: Paul Tschurtschenthaler, Es lebt ein Volk an Rienz, Eisack und Etsch, Innsbruck/Wien 1936.

 

Paul Tschurtschenthaler wurde zu seinem 70. Todestag im Jahr 2011 eine eigene Ausstellung gewidmet, die vor allem die Zeit des Faschismus in Bruneck und – noch genauer – die sogenannte Option in den Mittelpunkt gerückt hat. Weiterlesen

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Tiroler Ehrenbücher online

Die Tiroler Landesmuseen haben die Tiroler Ehrenbücher (Erster Weltkrieg) digitalisiert und online gestellt. Sie enthalten die Namen aller Gefallenen und Vermissten, Informationen zu den Personen, sowie – in den meisten Fällen – sogar die Sterbebilder. Die Datenbank ist frei zugänglich.

[Link]

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Juni 2014

28. Juni 1914

Heute vor hundert Jahren, am 28. Juni 1914, wurden in Sarajewo Erzherzog Franz Ferdinand von Habsburg Este und seine Frau Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg, ermordet.
In Bruneck fand am 4. Juli 1914 ein Trauergottesdienst statt, zu dem die Mitglieder des Gemeindeausschusses per Rundschreiben eingeladen wurden.
Dieses Rundschreiben wird noch heute im Stadtarchiv Bruneck verwahrt.

Todesmeldung Thronfolger

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„Katastrophenjahre“

Katastrophenjahre

28. Mai 2014

Katastrophenjahre. Der Erste Weltkrieg und Tirol. Buchpräsentation mit Hermann J.W. Kuprian und Oswald Überegger. Kurzreferat von Matthias Egger: „Zi vadriasn ist, wis a ins oft tuit ….“. Kriegsgefangenschaft im Ersten Weltkrieg

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Gestern heute morgen

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15./16. Mai 2014

Gestern heute morgen. Gedanken über Krieg und Frieden.

Gesprächsrunde in der LibriKa – Stadtbibliothek Bruneck: Der Erste Weltkrieg. Geschichten von Menschen

Geführter Rundgang im Waldfriedhof. Simultanübersetzung in mehreren Sprachen (srpski, bosanski, magyar, slovensky, shqiptar)

Gestern – heute – morgen. Gedanken über Krieg und Frieden. Waldfriedhof Bruneck

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Das Stadtarchiv bittet um Mithilfe

Das Stadtarchiv bittet um Mithilfe

Wer hat alte Fotos, Zeichnungen oder Druckgrafiken, auf denen der Kirchplatz von St. Georgen zu sehen ist? Wir suchen ältere Darstellungen (vor 1980).
Die Bilder können entweder hier gepostet oder per Mail an das Stadtarchiv Bruneck geschickt werden.
Alle Bildrechte verbleiben natürlich beim Einsender bzw. der Einsenderin!

 

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Archivale des Monats: April 2014

In der illustrierten Familienzeitung „Das Buch für Alle“ findet sich im Jahr 1896 diese Abbildung einer „Pusterthalerin“.

Im Begleittext ist zu lesen:

„Gewöhnlich findet man dort, wo die Männer schön sind, die Frauen unansehnlich, das ist bei den Pusterthalern nicht der Fall; hier sind die Frauen auffallend gut gebildet von Gestalt, mit zart blühenden Farben und schönen, kräftig und doch fein geformten Gesichtern, in denen besonders prächtige Zähne und feurige, oft schalkhafte Augen sich bemerkbar machen.“

Die Abbildung zeigt, so der Text weiter, „ein Musterexemplar solch‘ eines lustigen, kräftigen, schönen Mädchens“.

 

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Archivale des Monats: März 2014

Es wird Frühling – auch im Archiv!

Die Firma Ferdinand Jühlke Nachfolger in Erfurt vertreibt als „Samen-handlung, Kunst- und Handels-Gärtnerei“ Samen für verschiedenstes Grünzeug, dem Prospekt liegt ein kleines Couvert für die Bestellung bei.
Die Brunecker Stadtverwaltung hat die Werbebroschüre am 9. Jänner 1876 unter der Aktennummer 49/IV einsortiert, IV steht dabei für „Miszellen“.

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Archivale des Monats: Februar 2014

Fasching vor hundert Jahren

Die Firma Mahl in Bruneck wirbt für ihre große Auswahl an Larven, Nasen und komischen Kopfbedeckungen zu billigsten Preisen.

Aus dem „Pustertaler Boten“ vom 13. Februar 1914

Fasching 1914
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Archivale des Monats: Januar 2014

Schreiben des k.k. Landgerichts an den Brunecker Bürgermeister Johann Michael Kirchberger vom 22. Dezember 1837:„Man findet, Sie hiemit zu erinnern, daß Sie das wegen Fallen und Beschädigen gefährliche Eis in daigen Stadtgassen sogleich geeignet mit Sand bestreuen, oder aufhacken lassen, und hierwegen besonders den diesstädtischen Arbeiter belehren wollen.“

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